Unter…wegs

Neue Welten zu entdecken wird dir nicht nur Glück und Erkenntnis, sondern auch Angst und Kummer bringen. Wie willst du das Glück wertschätzen, wenn du nicht weißt, was Kummer ist? Wie willst du Erkenntnis gewinnen, wenn du dich deinen Ängsten nicht stellst? Letztlich liegt die große Herausforderung des Lebens darin, die Grenzen in dir selbst zu überwinden und so weit zu gehen, wie du dir niemals hättest träumen lassen.

Es kommt eine Zeit im Leben, da bleibt einem nichts anderes übrig, als seinen eigenen Weg zu gehen. Eine Zeit, in der man die eigenen Träume verwirklichen muss. Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen Überzeugungen eintreten muss.

[Sergio Bambaren - Der träumende Delphin]

Dieses Buch fiel mir bereits vor ca. 1 1/2 Jahren in die Hände. Statt einem Vortrag zu lauschen, schaute ich träumend in der Weltgeschichte herum. Mein Blick fiel auf Manuela und ihr Buch: Sergio Bambaren – Der träumende Delphin. Im Gegensatz zu mir entschloss sie sich nach wenigen Minuten dem Geplänkel von weiter vorne zu folgen. Ich selbst war leider nicht so clever für mögliche Dürrezeiten spannenden Lesestoff mitzubringen. Also befreite sie mich aus meiner misslichen Lage und hielt mir das Buch hin. Ich überflog lediglich die ersten Seiten. Jetzt, 18 Monate später, erkannte ich das Buch Cover auf dem Flohmarkt wieder. Und es dauerte nicht lang, da hatte ich es durchgelesen. Nach kurzer Zeit erinnerte ich mich an das erste Zitat. Bereits damals begeisterte es mich. Ich nahm mir ein Stück Papier und schrieb die wenigen Zeilen ab. Heute kann ich nicht sagen, wo dieser Papierfetzen gelandet ist. Aber ich erinnere mich sehr gut an diesen Moment.

Auch heute noch beeindruckt mich dieses Zitat sehr. Es ist sehr ehrlich und viel wichtiger, es ist wahr! Wir brauchen Niederlagen, müssen die Tiefs erleben, damit wir wenige Zeit später wahres Glück empfinden können. Wir müssen Grenzen überschreiten, verschiedenster Art. Gesellschaftliche, moralische, familiäre und die eigenen Grenzen. Dabei dürfen wir unsere Ängste nicht einfach verpacken und in die hinterste Ecke verfrachten. Wir sollten uns mit ihnen auseinandersetzen, sie überwinden. Sie aber dennoch nicht ignorieren. Doch genau da liegt das Problem. Warum ich der Meinung bin, Ängste sollten nicht einfach verdrängt werden? Setzen wir uns mit ihnen auseinander; schaffen wir es, sie zu überwinden, so können sie unseren Entschluss verstärken, uns mehr Mut verleihen. Wir wegen ab und entscheiden, dass unsere Ängste völlig normal, menschlich sind. Verdrängen wir sie, so holen sie uns irgendwann ein und zeigen sich uns doppelt so stark.

Doch nun frage ich mich, wer wegt ab, welche Ängste normal sind, ignoriert werden können. Und welche eventuell doch berücksichtigt werden sollte. Geistige Fähigkeiten wie Vernunft, Verantwortung kommen hier ins Spiel. Und dem 2. Zitat zufolge “kommt eine Zeit”. Doch wer weiß, wann genau diese Zeit da ist?

Ich habe das Gefühl, ich stehe vor einem Problem. Denn ich frage mich, ob ich die richtige Zeit gewählt habe, Grenzen zu überschreiten. Doch während ich  mir diese Frage stelle, weiß ich genau: Es wird niemals den richtigen und optimalsten Zeitpunkt geben. Die Frage nach dem perfekten Zeitpunkt ist wohl lediglich das Zeichen von Angst. Angst vor dem Ungewissen. Nicht zu wissen, was passieren wird. Und natürlich Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen. Ermöglichen sich doch gerade jetzt Alternativen, die wenig später möglicherweise nur noch Schall und Rauch sind? Doch dann werden sich neue Wege eröffnen. Davon zumindest muss ich ausgehen, darauf werde ich vertrauen. Ich werde vertrauen, in mich und in das Leben. In meine Spontanität, in meine Offenheit und ich werde vertrauen, in mein eigenes Vertrauen.

Das Boot liegt noch im Hafen, doch nicht mehr lange. Ich freue mich schon jetzt, ein Teil der zukünftigen Erfahrungen mit Euch teilen zu können :)

1 Kommentar

  1. Josh sagte,

    Oktober 12, 2010 um 6:48 pm

    Ich freue mich für dich. Hat ganz den Anschein, als würdest du den exakt richtigen Weg für dich gefunden haben, obwohl noch ängstlich, doch trotzdem voller Zuversicht und Vorfreude auf das, was kommt.


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